Die für Oktober in Gatersleben vom Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) geplanten Pflanzversuche bei denen auf einem Feld gentechnisch veränderter Weizen angebaut werden soll, stoßen auf Proteste. Gegner versuchen die noch ausstehende Genehmigung notfalls per Gericht zu verhindern.
Der Eiweißgehalt des Winterweizen wurde mit Hilfe fremderGene künstlich erhöht. Er enthält allerdings auch Gene, die ihn resistent gegen ein Unkrautvernichtungsmittel sowie gegen zwei Antibiotika machen.
Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigte sich besorgt: “Die Antibiotika werden auch in der Humanmedizin verwendet, so dass die Gefahr für den Menschen besteht, resistent gegen diese Mittel zu werden”.
IPK-Chef Ullrich Wobus wies dies jedoch zurück: “Dieses Argument wird seit 15 Jahren gebraucht, es wird dadurch aber nicht richtiger.” Pflanzliche Gene könnten im Menschen nicht wirken.
Ab 2008 ist der Einbau antibiotika-resistenter Gene in Pflanzen und Tieren per Gesetz der Europäische Union
verboten.
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